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Die Gegend um Punta Arenas ist berühmt für seine beiden Pinguin-Kolonien, sie liegen ca. 70 Kilometer nördlich der Stadt. Wir entscheiden
uns für die Besichtigung der „Pingüinera“. Die ersten 1,5 Stunden können wir uns komfortabel auf der Asphaltstraße vom Rückenwind treiben
lassen. Danach kommen noch 45 Kilometer übelster Schotterpiste. Radfahren macht hier wirklich überhaupt keinen Spaß, wir verstecken unser
Zeug hinter einer Schäferhütte am Straßenrand und fahren den Großteil der Strecke auf der Ladefläche eines Jeeps mit – eine im wahrsten Sinne
des Wortes „coole“ Erfahrung.
Ingesamt 8000 Magellan-Pinguine kommen während des Sommers an diesen Ort, um sich zu paaren und für Nachwuchs zu sorgen. Gegen 17.00 Uhr
erreichen wir die „Pingüinera“, früher dort zu sein, lohnt sich nicht. Die befrackten Vögel sind dann noch im Meer unterwegs oder halten ein
Nickerchen in ihren Erdlöchern, die mehrere hundert Meter vom Wasser entfernt liegen.
Nach und nach erscheinen sie dann auf dem Gelände, stecken ihre Köpfe aus den Löchern und stehen einfach so rum und schauen in die Gegend – sehr
lustig.
Für den Weg zum Wasser gibt es eine Art Straßen-System. Auf kleinen Trampelpfaden marschieren die Pinguine in majestätisch gemächlicher
Geschwindigkeit zum Strand, überqueren dafür große Wiesen und lassen sich ziemlich trollig in kleine Wasserläufe fallen. Es klingt vielleicht
komisch, aber die Tiere verbreiten eine Atmosphäre, die man ziemlich treffend als „relaxed“ beschreiben kann.
Am Meer angekommen, zeigen sie dann ihre wahren Künste. Sobald die Pingus im Wasser sind, wird’s mit einem Schlag ziemlich sportlich.
Bis zu acht Stunden am Tag sind sie zum Fischen im Wasser unterwegs – und das ziemlich schnell und in bis zu 35 Metern Metern Tiefe.(S)
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