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Matratze neben Matratze liegen wir wie die Heringe. Holzbretter knarren, sobald jemand sein Gewicht verlagert. Die argentinische Mädchenriege über uns sucht im Dunkeln ihre Schlafsäcke. Als sie sich endlich eingetütet haben, fängt schräg gegenüber einer an zu schnarchen. Wir sind so müde, das auch wir irgendwann in tiefen Schlaf fallen. Diesmal in einer Hütte des argentinischen Bergvereins, dem Refugio Frey.
Das Refugio befindet sich idyllisch an einem kleinen Bergsee hoch über dem Ort Villa Catedral. Es ist das erste Ziel unserer dreitägigen Hüttentour.
Am nächsten Tag wartet eine anstrengende Etappe auf uns. Der Weg überwindet bis zum Refugio Jakob zwei hohe Pässe. Manchmal müssen wir klettern. Dann rutschen wir auf lockerem Geröll hangabwärts. Nicht immer ganz ungefährlich.
Die Ausblicke jedoch sind umwerfend. Da gibt es unendliche schneebedeckte Gipfel in der Ferne. Seen blinken zwischen den Bergketten hervor. Wir sind überwältigt von der Schönheit der Natur, bleiben immer wieder stehen und staunen.
Heute gönnen wir uns das „Wanderermenü“ - auch diesmal im Kerzenschein, denn Strom gibt es in den Berghütten nicht. Zusammen mit anderen Wanderern aus Amerika und Holland vertilgen wir Käsesuppe, Kartoffelauflauf und Pfirsichkompott – es stimmt, der Hüttenwirt ist ein ausgezeichneter Koch. Sein Ruf eilt ihm voraus. Wir genießen den Abend in kleiner Runde voller Vorfreude auf eine ruhige Nacht.
Doch aus der Traum, morgen gibt es hier einen Wettkampf. Verschiedene Jugendgruppen eifern darum, am schnellsten von einer Hütte zur anderen zu gelangen. Die drei Matrazenebenen in unserem Schlafraum füllen sich mitten in der Nacht mit ausgelassenen Rucksackträgern, Schlaf undenkbar.
Nun doch etwas müde träumen wir schon mal von unserem Zelt in Bariloche. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Der Abstieg führt durch dichten Bambuswald und später durch ein breites Tal. Über einen glasklaren Fluss spannt sich eine kleine Hängebrücke. Orange und gelbe Blumen bilden Farbtupfer in der üppig grünen Umgebung. Wir kommen gerade rechtzeitig zur Schotterstraße und erreichen den Bus zurück nach Bariloche.
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