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Der Slogan ist richtig knackig: Sicherheit, Eleganz, Komfort.
Diese drei Wörter zieren unseren Bus von Potosi in Richtung chilenische Grenze. Der Komfort besteht in üppigen 12 cm Beinfreiheit zum Vordersitz, mit Eleganz könnten die leuchteten Schriftzüge der Fahrzeugbeschriftung gemeint sein, Sicherheit ist wahrscheinlich ein interner Gag des Busunternehmens.
Unser Ziel ist das kleine Städtchen Uyuni unweit der chilenischen Grenze. Eine Bolivien-Karte in unserm Quartier in Potosi zeigte eine unasphaltierte Straße und einen Grenzübergang ins Nachbarland. Kurz vor der Ankunft in Uyuni – nach sechs Stunden Fahrt - beschleicht uns beide ein ungutes Gefühl. Wenig später gibt’s Gewissheit.
Im Eifer des Gefechtes haben wir einfach vergessen zu prüfen, ob es zwischen Stadt und Grenze (ca. 5h entfernt) überhaupt Verkehrsverbindungen gibt. Es gibt sie. Zwei mal in der Woche. Der Donnerstagsbus ist gerade weg. Am Sonntag gäbe es dann den nächsten: Wir haben uns „verfahren“.
Uyuni liegt im Nichts der bolivanischen Hochebene, ist trotzdem beliebte Zwischenstation für Touristen. Hier konkurrieren ca. 40 Jeeptour-Agenturen um Kunden für die Duchquerung der Salar de Uyuni, einer 12.000 Quadratkilometer großen Salzwüste.
Wir selbst haben hier zwei sinnvolle Optionen. Für ca. 30 Dollar könnte uns ein Jeep in zwei Tagen direkt nach Chile bringen, für ein paar Dollar mehr wäre die 3-Tagestour inkl. Verpflegung, Guide und Salzwüste zu haben. Weil wir ja nun schon mal hier sind, entscheiden wir uns für Plan B und werden gemeinsam mit zwei Argentinierinnen, einem israelisschem Pärchen und einem Franzosen durch die Gegend gekarrt.
Am Tag 1 gibt’s Salzwüste pur. Vom Ufer aus fahren wir 90 Kilometer immer geradeaus. Beim Blick durch die Frontscheibe gibt es scheinbar keine Veränderung. Alles leuchtet weiß, weiter hinten flimmern die Silhouetten imposanter Berge. Dann, mitten im Salzsee erhebt sich eine Felsinsel, bestückt mit einem „Wald“ voller Kakteen.
Später verändert sich die Landschaft radikal. Die Sandwege führen durch Vulkangebiete, dazwischen liegen Sandwüsten und von Flamingos bewohnte Lagunen.
Am letzten Tag brodelt es dann gewaltig. Kurz nach vier stehen wir auf, um auf 4870 Metern Höhe im Nebel von Geysiren zu „verschwinden“.
Nach zweieinhalb Tagen ist unsere Zeit in Bolivien dann endgültig zu Ende und wir treten den (Rück-)Weg nach Santiago de Chile an (S).
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