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Der erste Teil unser Rückreise ist geschafft. Santiago de Chile liegt knapp zehn Flugstunden hinter uns, als wir kurz nach 6.30 Uhr in Atlanta landen.
Im Gegensatz zum Hinflug geht die Grenzprozedur diesmal ziemlich schnell, wenn auch nicht ganz komplikationsfrei. „That doesn't match“ - das passt nicht – verkündet der amerikanische Grenzbeamte und meint damit meinen Fingerabdruck. Obwohl Transitreisende, müssen auch wir die ganze Liste von Formalitäten abarbeiten. Fingerabdruck links, Fingerabdruck rechts, Foto. Und offensichtlich ist da im November etwas schief gegangen. Meine Fingerabdrücke zieren Katis Akte und umgekehrt - kein Wunder also, dass der Computer an diesem Morgen Probleme hat, all den Input zu einem vernünftigen Ergebnis zusammenzufügen. In einem Extraraum klärt sich die Sache aber schnell. Die US-Leute sind echt gut drauf, machen Witzchen und lassen sich von uns erklären, was wir ein halbes Jahr in Südamerika gemacht haben.
Für den Transfer in Atlantas Stadtzentrum kann man sich entweder für über 16 Dollar von einem Serviceunternehmen abschleppen lassen oder die etwas unscheinbare Zugstation suchen - dort ist das Ticket für 1,75 zu haben.
Die Fahrt dauert 30 Minuten und endet für uns mitten im Herzen der Stadt.
Wenn wir nicht wüssten, dass Atlanta eine Großstadt ist – von selbst kämen wir an diesem Sonntagvormittag nicht darauf. Vögel zwitschern, die Morgensonne sorgt für angenehme Wärme und wir haben die breiten Straßen meist für uns allein.
Wir pausieren mit dem Stadtplan in der Hand an einer Straßenecke, als sich ein Mann zu uns gesellt. Seiner Meinung nach befinden wir uns in einer völlig langweiligen Ecke Atlantas. Im Handumdrehen und ohne dass wir ihn direkt darum gebeten hätten, stellt er uns ein kompaktes Besichtigungsprogramm zusammen - Atlanta in fünf Stunden.
Erstmal Überblick verschaffen. Wie ein senkrecht stehender Glaszylinder erhebt sich im Zentrum das Westinn-Hotel. Im transparenten Außenlift fahren wir ewig viele Etagen hinauf. Ganz schön hoch hier. Uns zu Füßen liegt die langsam erwachende Stadt, die vielspuren Autbahnen füllen sich stetig. Nur aus dieser Perspektive kommt die Architektur des Siegerehrungsplatzes der olympischen Sommerspiele von 1996 richtig zur Geltung.
Atlanta ist Hauptstadt des US-Bundesstaates Georgia und beherbergt die Zentrale des amerikanischen Nachrichtensenders CNN. Das Gebäude erscheint gewaltig, in seinem Inneren symbolisieren ein Globus und die Flaggen dieser Welt die internationale Ausrichtung des TV-Senders.
Für den Blick hinter die Kulissen schließen wir uns einer gut konzipierten Tour durch Studios und Redaktionsräume an.
Viel Zeit haben wir nicht mehr, sie reicht gerade noch für einen Bummel durch die Stadt. Am Nachmittag passieren wir zum letzten Mal die Sicherheitskontrollen, bevor unser Flugzeug 17.30 Uhr abhebt – in Richtung Heimat. (S)
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