| |
Semi-cama – Halbes Bett – das haben wir gebucht für die Reise nach Cordoba.
Schon das Busterminal in Buenos Aires ist einen Besuch wert. Unzählige Unternehmen fahren in alle Ecken
des Landes und es gibt 75 Buchten für die abfahrenden Busse. Pünktlich können auch wir einsteigen,
fahren heraus aus der quirligen Stadt und sehen in den nächsten 10 Stunden vor allem weite Ebenen und kleine Dörfer.
In Cordoba werden wir herzlich von unserem Gastgeber (Hospitalityclub.org) empfangen. Er zeigt uns am nächsten morgen die
Stadt mit ihren alten Kolonialgebäuden und Kirchen.
Cordoba ist mit 1,3 Millionen Einwohnern die zweit größte Stadt Argentiniens. Unzählige junge Menschen sind zu sehen, die Stadt
beherbergt sieben Universitäten und ist das Bildungszentrum des Landes.
Wir nehmen uns Zeit, um die alten Kirchen zu besichtigen, besuchen den Jesuitenblock mit Bibliothek und alter Universität,
die Gebäude zählen inzwischen zum Weltkulturerbe. Die Menschen erscheinen nicht so gehetzt wie in Buenos Aires, sie
sitzen in den Grünanlagen und genießen die Sonne. Die Stadt eignet sich zum herum bummeln, es gibt leckeres Eis, schattige Bäume
und einen hübschen Kanal.
40 Kilometer von Cordoba entfernt erheben sich die Pampinen Sierren, Gebirgsketten, die bis 2790 Meter in den Himmel ragen. Wir reisen per
Minibus nach Alta Gracia – einen „Bergort“ (lt. Reiseführer) - der leider noch einige Kilometer entfernt von den Bergen liegt, aber
immerhin mit einem Museum von Che Guevara und einer alten Jesuitenestancia aufwarten kann. Das Museum wirkt zusammen gestückelt, zwischen
Kinderlätzchen des Revolutionärs hängen alte Familienfotos. Am beeindruckendsten sind sein Fahrrad mit Motor und sein Motorrad, mit
dem er Südamerika bereiste.
Die Berge sind nur von Ferne zu sehen und locken uns. Aber wir müssen zurück nach Cordoba, wo unser Bus nach Buenos Aires auf uns wartet –
diesmal mit cama - „ganzem Bett“.
|